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Das Handwerk braucht mehr Chefinnen: Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) macht sich für mehr Frauen in leitender Funktion stark / Roadshow "Meine Zukunft: Chefin Im Handwerk" wirbt vor Ort für die Karriereoption Selbstständigkeit /
Neue bga-Broschüre "Chefinnen im Handwerk - kreativ - innovativ - erfolgreich" dient als Leitfaden für den Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens

Ausgabejahr
2013
Erscheinungsdatum
04.07.2013

Das Handwerk braucht mehr Frauen: gerade in Führungspositionen als Unternehmenschefin. Die neue Broschüre der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) "Chefinnen im Handwerk - kreativ - innovativ - erfolgreich" zeigt Frauen Karrieremöglichkeiten im Handwerk auf. Als Chefin im eigenen Betrieb eröffnen sich in den vielfältigen Gewerken des Handwerks attraktive Perspektiven.

Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Erfreulicherweise entscheiden sich immer mehr Frauen für eine Ausbildung im Handwerk. Auch steigt der Frauenanteil bei den bestandenen Meisterprüfungen kontinuierlich an. Dennoch steht nur hinter etwa jeder vierten Gründung im Handwerk eine Frau. Ich möchte den Frauen deshalb Mut machen, ihren Weg als Chefin im Handwerk zu wagen. Am besten geht das anhand erfolgreicher weiblicher Vorbilder, die zeigen, wie spannend und erfolgversprechend Karrieren von Frauen im Handwerk sein können. Das Bundesfamilienministerium unterstützt darum in Kooperation mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks und der bundesweiten Gründerinnenagentur die Roadshow „Meine Zukunft: Chefin im Handwerk.“

Eine Roadshow mit Vorbildcharakter

Um mehr Frauen für eine Führungsposition im Handwerk zu gewinnen, setzt die bundesweite gründerinnenagentur (bga) für das Bundesfamilienministerium die Roadshow "Meine Zukunft: Chefin im Handwerk" um. Die Broschüre "Chefinnen im Handwerk - kreativ - innovativ – erfolgreich" ist im Rahmen dieser Roadshow entstanden. Die wissenschaftlichen Grundlagen der Ausstellung liefert die Studie „Gründerinnen im Handwerk“ der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) Bielefeld (2009), die die interaktive Ausstellung konzipierte.

Das Handwerk: Wirtschaftszweig mit Innovationskraft

Das Handwerk gehört zu Deutschlands stärkstem Wirtschaftsbereich. Rund eine Million Betriebe beschäftigen mehr als fünf Millionen Menschen. 2011 erzielten sie einen Umsatz von rund 497 Milliarden Euro. Zugleich zeichnet sich das Handwerk durch Vielseitigkeit aus: Mehr als 150 unterschiedliche Gewerke bieten ein breites Spektrum an Tätigkeiten.

Der Frauenanteil im Handwerk steigt kontinuierlich an – auch in der Unternehmensgründung und -übernahme. 20 % der Frauen legen eine erfolgreiche Meisterprüfung ab, jeder vierte Betrieb wird von einer Frau gegründet. Dennoch sind Frauen als Chefinnen im Handwerk nach wie vor unterrepräsentiert.

bga-Broschüre als Wegweiser

Die neue bga-Broschüre liefert angehenden Chefinnen wertvolle Tipps zur Selbstständigkeit im Handwerk und dient Auszubildenden, Gesellinnen und Meisterinnen als Leitfaden für ihren Weg in die Führungsposition. Die Broschüre bietet neben Zahlen und Fakten zum Handwerk sowie konkreten Ratschlägen für den Gründungsprozess Einblicke in die Berufsrealität: Chefinnen berichten über ihre Gründungsmotivation, den Auf- und Ausbau ihrer Unternehmen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die Porträts erfolgreicher Chefinnen im Handwerk ermutigen Frauen zur Übernahme oder Gründung eines Handwerksbetriebs. Hier bieten sich den Frauen große Spielräume bei der Gestaltung der Unternehmenstätigkeit: Die Studie "Gründerinnen im Handwerk" zeigt, dass die Hauptgründe für den Weg in die Selbstständigkeit "Unabhängigkeit", "berufliche Herausforderung" und "Selbstverwirklichung" sind. Frauen sehen am Beispiel von Handwerks-Chefinnen, dass eine Karriere in diesem Wirtschaftszweig ein lohnenswertes Ziel ist.

bga-Leiterin Iris Kronenbitter: „Gute Vorbilder tragen dazu bei, Frauen für das Handwerk und den eigenen Betrieb zu begeistern. Sie zeigen, dass der Wunsch nach dem eigenen Unternehmen verwirklicht werden kann. Die Erfahrungen der Frauen, die bereits als Chefin im Handwerk arbeiten, untermauern, dass sich der Schritt in eine Führungsposition auszahlt. Vor dem Hintergrund des Nachwuchs- und Fachkräftemangels ist es wichtig, das Handwerk für Frauen attraktiver zu machen und sie für die Karriereoption Selbstständigkeit zu begeistern. Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) begleitet mit ihren Regionalverantwortlichen in allen Bundesländern und einem Netzwerk von rund 2.000 Expertinnen und Experten Gründerinnen in allen Phasen der Gründung und des Unternehmensausbaus. Die bga-Broschüre „Chefinnen im Handwerk - kreativ - innovativ – erfolgreich“ unterstützt Frauen gezielt dabei, Unternehmen im Handwerk zu gründen oder zu übernehmen.“

Die Ausstellung "Meine Zukunft: Chefin im Handwerk" wird auch 2013 in Handwerkskammern, Ausbildungseinrichtungen und Handwerksbetrieben zu sehen sein. Daten und Fakten zum Thema sowie detaillierte Informationen zur Roadshow "Chefinnen im Handwerk" mit den Porträts erfolgreicher Handwerkschefinnen stehen als Download kostenlos zur Verfügung unter > www.gruenderinnenagentur.de >Service > Daten und Fakten > bga-Publikationen > Nr. 31. Weitere Informationen zur Roadshow und zum Verleih der Ausstellung finden Sie unter > www.gruenderinnenagentur.de > bga-Schwerpunkte > Roadshow Handwerk.

Kontakt:
bundesweite gründerinnenagentur (bga)
Haus der Wirtschaft
Willi-Bleicher-Str. 19
70174 Stuttgart
Telefon: 0711-123-2532
Fax: 0711-123-2556

Über die bundesweite gründerinnenagentur (bga)

Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) ist ein deutschlandweites Kompetenz- und Servicezentrum zur unternehmerischen Selbständigkeit von Frauen mit branchenübergreifenden Angeboten zu Existenzgründung, Festigung und Unternehmensnachfolge. Die bga ist Ansprechpartnerin für Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Medien sowie für Gründerinnen und Übernehmerinnen. Die bga bündelt Kontakte und Informationen zu Expertinnen und Experten, Studien, Beratungseinrichtungen und Netzwerken in ganz Deutschland und wurde von der Europäischen Kommission als europäisches Erfolgsmodell ausgezeichnet. Die bga wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF).