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Unternehmensgründungen durch Frauen stärken die deutsche Wirtschaft – schon mehr als jedes dritte Unternehmen wird von einer Frau gegründet

Ausgabejahr
2009
Erscheinungsdatum
09.11.2009

Mit einem Anteil von 99,7 Prozent bilden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Laut Institut für Mittelstandsforschung (IfM), Bonn, schaffen sie 70,6 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland. Gerade in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise kommt den Existenzgründungen in diesem Sektor eine besondere Bedeutung zu, denn im Gegensatz zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ist die Gründungsdynamik im Krisenjahr 2009 positiv. So stieg laut IfM die Zahl der Gründungen im ersten Quartal 2009 um 1,2 Prozent – ein Trend, der auch dem Arbeitsmarkt förderlich ist. Um den Gründungsgeist zu fördern, findet vom 16. bis 22. November 2009 die Global Entrepreneurship Week statt – eine weltweite Veranstaltungsreihe, an der sich Deutschland zum zweiten Mal beteiligt. Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) als einziges bundesweites Service- und Kompetenzzentrum zur unternehmerischen Selbstständigkeit von Frauen über alle Branchen und Phasen der Existenzgründung und des Unternehmensausbaus ist aktiv an der Auftaktveranstaltung am 13. November 2009 in Stuttgart beteiligt und wird dort über die Fördermöglichkeiten von Unternehmensgründungen durch Frauen informieren.

„Die Global Entrepreneurship Week setzt gerade im Hinblick auf die gegenwärtige Wirtschaftskrise ein positives Signal der Aufbruchstimmung, denn unsere Soziale Marktwirtschaft ist, will sie ihre Zukunftsfähigkeit bewahren, auf unternehmerisch denkende Menschen angewiesen, die mit kreativen Ideen und innovativen Geschäftsmodellen zum Impulsgeber der deutschen Wirtschaft werden. Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der gesellschaftlichen Wertschätzung des Unternehmertums und der Gründungsbereitschaft in Deutschland. Die Bundesregierung hat das Engagement im Gründungsbereich längst zur Chefsache gemacht und unterstützt mit Programmen wie JUNIOR und EXIST das Gründungsklima an Schulen und Hochschulen, um den Gründergeist in Deutschland zu fördern. Mit der Unterstützung der bundesweiten gründerinnenagentur durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstreicht die Bundesregierung zudem die Wichtigkeit, Frauen verstärkt für das Gründungsgeschehen zu mobilisieren“, so Iris Kronenbitter, Projektleitung der bundesweiten gründerinnenagentur (bga).

Wie werde ich Unternehmerin? Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) informiert im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur Global Entrepreneurship Week 2009 am 13. November 2009 in Stuttgart über Fördermöglichkeiten von Frauen im Gründungsgeschehen

Bei der deutschen Auftaktveranstaltung zur Global Entrepreneurship Week, die bereits am 13. November 2009 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart stattfindet, liefert die bga einen Überblick über das differenzierte Beratungs- und Unterstützungsportfolio der bundesweiten gründerinnenagentur, die mit Regionalvertretungen in allen 16 Bundesländern und einem Netzwerk von über 1.600 Expertinnen und Experten erste Anlaufstelle ist für Frauen, die den Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit beschreiten möchten. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf dem offenen Austausch für alle gründungsinteressierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, damit auch für Schülerinnen und Schüler, die sich grundsätzlich über Selbstständigkeit als berufliche Option informieren möchten. Tamara Braeuer, langjährige selbstständige Gründungsberaterin mit dem Fokus Existenzgründungen durch Frauen, steht interessierten Teilnehmerinnen persönlich für Fragen zur Unternehmensgründung zur Verfügung, ebenso wie die Unternehmerin Ingelore Glawa, die im offenen Dialog mit dem Publikum über ihre persönlichen Erfahrungen bei der Gründung ihres Servicebetriebs für Privat- und Büromanagement berichten wird.

„Die Global Entrepreneurship Week leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Gründungsgeistes und kann vor allem dabei helfen, Frauen als Zielgruppe verstärkt in das Gründungsgeschehen einzubeziehen. Maßnahmen wie diese und nicht zuletzt die zahlreichen, auf Frauen fokussierten Angebote der bundesweiten gründerinnenagentur haben dazu beigetragen, dass sich der Frauenanteil an Unternehmensgründungen in den letzten fünf Jahren laut KfWGründungsmonitor um drei Prozentpunkte auf 41,4 Prozent erhöht hat. Der IHK Gründerreport verzeichnet für 2008 sogar ein Plus von 19 Prozent bei Anfragen von Frauen zum Thema Existenzgründung, während die Resonanz bei Männern um zehn Prozent rückläufig war. Diese positive Dynamik gilt es weiter auszubauen, denn mit Blick auf den sich bereits heute in vielen Branchen zeigenden Fachkräftemangel und die weitere demographische Entwicklung ist es wichtiger denn je, mehr Frauen für Unternehmensgründungen zu interessieren, damit der Wirtschaftsstandort Deutschland auch künftig im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleibt“, so bga-Projektleiterin Iris Kronenbitter.

Die Auftaktveranstaltung zur Global Entrepreneurship Week 2009 wird durch die Initiative für Existenzgründungen und Untenehmensnachfolge (ifex) des Wirtschaftsministeriums Baden-Württembergs, die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und die Universität Stuttgart, Prorektorat Forschung organisiert.

Im vergangenen Jahr verzeichneten die 120 Veranstaltungen der Global Entrepreneurship Week hierzulande rund 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Informationen zum Programm der Global Entrepreneurship Week unter www.global-ew.de

Faktenblätter der bundesweiten gründerinnenagentur zur unternehmerischen Selbstständigkeit von Frauen:

Neben diesen branchenübergreifenden Publikationen stehen weitere Faktenblätter zu branchenspezifischen Chancen und Entwicklungen von Unternehmensgründungen durch Frauen in den Wachstumbranchen High Tech, Kreativwirtschaft, Gesundheit und Soziales, Freizeit- und Seniorenwirtschaft zur Verfügung.

Kostenloser Download unter: bga-Publikationen