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„Unternehmerin MACHT Mut“

Keynote von Dr. Margarita Tchouvakhina, KfW Bankengruppe im Rahmen der BMWi-Auftaktveranstaltung „FRAUEN unternehmen“ am 29.10.2014 in Berlin.

Sehr geehrter Herr Minister, sehr geehrte Unternehmerinnen,
liebe Mit-Juroren, meine Damen und Herren!

Im Namen der gesamten Jury spreche ich unsere aufrichtige Anerkennung und Begeisterung für die Leistung der Unternehmerinnen aus, die sich auf die Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie „FRAUEN unternehmen“ beworben haben. Sie, meine Damen, haben uns mit Ihrer Tatkraft, Willensstärke, Freude, Ihrem Mut und unternehmerischem Engagement überzeugt.

Die Jury hatte die einmalige Gelegenheit, 360 Lebensläufe und Motivationsschreiben durchzulesen: Sehr persönliche Lebenswege, beeindruckend in ihrer Vielfalt und Schaffenskraft.

Trotz Ihrer Individualität haben Sie, meine Damen, vieles gemeinsam:
1. Viele von Ihnen sind schon jetzt aktiv, das Thema „weibliches Unternehmertum“ in die Schulen, Hochschulen und in die Öffentlichkeit zu tragen. Insgesamt ist Ihnen ehrenamtliches Engagement, auch auf anderen Feldern, ausgesprochen wichtig. Denn: Sie wollen die Gesellschaft aktiv mitgestalten.

2. Auch Ihre Motivation, sich für das Netzwerk zu bewerben, lässt sich auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Sie „brennen“ für das Thema Selbstständigkeit und Selbstverwirklichung durch die Gründung eines eigenen Unternehmens. Und Sie möchten das unternehmerische Feuer auch bei anderen entfachen. Sie sind bereit, Ihre Erfahrungen zu teilen und Mut zu machen.

Ich möchte einige Ihrer Zitate hier wiedergeben:
„Ich möchte andere Frauen dazu motivieren, etwas aus ihren Ideen zu machen und nicht zu fürchten, dass man dem nicht gewachsen ist oder eine Gründung der Familienplanung entgegensteht.“ (Miriam Berneike, textbest GmbH)

„Es ist mir ein großes Anliegen, gerade Mädchen und jungen Frauen den Mut zu einer Karriere als Unternehmerinnen zu geben ...“ (Christina Ramgraber, sira munich GmbH)

„Ich möchte gerne Menschen mit Migrationshintergrund dazu ermutigen, neue Wege als Unternehmer ... zu wagen. Die Bedingungen in Deutschland sind dazu optimal.“ (Njeri Kinyanjui, Hottpott Saucen Manufaktur)

„Ich möchte die Unternehmerlust in Deutschland steigern.“ (Barbara Eichelmann-Klebl, be! unternehmensberatung)

„…Ich bin überzeugte Unternehmerin. Ich liebe meinen Beruf, ich liebe die Herausforderung, ich liebe meine Mitarbeiterinnen.“ (Elke Hegemann. CAD-Service für Architekten)

3. Sie haben viel zu geben, meine Damen – das haben Sie auch gemeinsam! Ihre Bewerbungen erzählen Ihre Lebensgeschichten – voller Erfahrungen von Siegen und Niederlagen, von Entscheidungen, neue Wege einzuschlagen, von Verlusten und Gewinnen, von Abschluss und Neuanfang. Es sind oftmals keine geradlinigen Lebensläufe, die wir vorgefunden haben. Bei vielen von Ihnen kam der Gedanke einer Gründung nach einem privaten Umbruch, etwa durch eine Familienphase und die Frage, wie es danach beruflich weitergeht. Oder durch die Trennung vom Partner oder durch die innere Einsicht: „So kann es nicht weitergehen!“

Sie verbindet die Fähigkeit, sich beruflich und persönlich immer wieder neu zu erfinden. Aus Krisen gestärkt herauszukommen und wie Phönix aus der Asche aufzusteigen. In Zeiten des Wandels ist die Qualität „sich - neu - auszurichten“, die Sie mit Ihrem Leben und Wirken so eindrucksvoll zeigen, gefragter denn je. Sie können es und Sie wollen Ihre Erfahrungen, Ihre Stärke weitergeben. Auch hier möchte ich ein paar Ihrer Aussagen zitieren:

„Ich will… den Frauen die Angst vor der Selbstständigkeit nehmen ... den Frauen zeigen, dass Scheitern auch seine guten Seiten hat ...“ (Karin Dörflinger, wyynot GmbH)

„... Ich weiß, wie man aufsteht, nachdem man hingefallen ist.“ (Annik Rauh, Fonte im Fontane-Klub GmbH)

„...Ich habe nicht nur gute Zeiten in meiner Selbstständigkeit erlebt und kann nicht nur über „alles ist super“ berichten. Diese Erfahrungen waren sehr hilfreich und ich möchte diese gerne weitergeben ...“ (Elke Müller, compass international gmbh)

„... Als Mutter von drei Kindern alleine ein Unternehmen aufzubauen – das wäre nicht machbar. Für mich war aber klar: ‚Denen zeige ich es!‘“ (Inge Brünger-Mylius, SMV Sitz- & Objektmöbel GmbH)

4. Ihr Glaube an sich selbst, an eigene Fähigkeiten und Visionen, zieht sich wie ein roter Faden durch Ihre Biographien. Verbunden mit einem hohen Anspruch an sich selbst, an Ihre Produkte und Dienstleitungen, an Ihre unternehmerische Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und der Region. Viele berichten von den Hürden und Hemmnissen, die zu überwinden waren, die sie aber trotzdem nicht zum Aufgeben bewogen haben. Beharrlichkeit und Mut zeichnen Sie aus. Und Sie wollen ein Vorbild für Ihre Töchter und für junge Frauen sein:

„... Ich wünsche mir, dass viel mehr Frauen an sich glauben und an die naturgegebenen Fertigkeiten und Fähigkeiten.“ (Heike Schaffarzyk, Schaffarzyk.Druck-und-Werbeagentur.de)

„(Ich will)... anderen Mut machen, verknüpft mit der Botschaft: Es ist viel leichter als gedacht.“ (Brigitte Volz, Quartier Stuttgart GmbH & Co. KG)

„Ich weiß, wie wichtig Vorbilder sind ... Ich bin Unternehmerin mit Leib und Seele, und mit meiner Leidenschaft kann ich andere begeistern.“ (Elke Simon-Kuch, SIMON-WERBUNG GmbH)

„Für die Freundinnen meiner Tochter bin ich ein „Alien“ und sie finden es total „cool“.“ (Sugar Sükriya Mert, PR-Sugar UG)

5. Die Vernetzung unter „Gleichgesinnten“ liegt Ihnen am Herzen. Der fachliche und persönliche Austausch auf Augenhöhe bringt Sie auf neue Ideen, aus welchen wiederum etwas Neues entstehen kann. Das Netzwerk sehen Sie auch als eine Kraftquelle – es stärkt Ihr Durchhaltevermögen und inspiriert Sie. Die meisten von Ihnen sind erfahrene Netzwerkerinnen.

„Im Rückblick sehe ich, dass ich es mir auch leichter hätte machen können – und zwar durch eine gute Vernetzung von Anfang an ...“ (Sabine vom Stein, vom stein. agentur für public relations gmbh)

„... Ich bin davon überzeugt, dass Frauen durch Netzwerke ihre Chancen, erfolgreich zu sein, deutlich erhöhen.“ (Sabine Wirsching, Steuerkanzlei Sabine Wirsching)

„Frauen brauchen ihre eigenen Netzwerke, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen oder Ideen zu sammeln.“ (Dr. Anike von Gagern, tausendkind GmbH)

„Netzwerk ist gleich Nutzwerk für beide Seiten.“ (Grit Driewer, GTD Personalentwicklung)

6.Last but not least“: Sie sind mächtig. Nein, niemand von Ihnen hat in ihrer Bewerbung geschrieben „Ich bin mächtig, darum will ich an der Initiative mitwirken“. Daher erwarten Sie bitte keine Zitate. Und wahrscheinlich empfinden sich nicht alle von Ihnen als machtvoll. Das sind Sie aber!

Das Wort „Macht“ geht auf den gotischen Begriff „magan“ zurück und bedeutet so viel wie „Können, Fähigkeit oder Vermögen“ und ist eng mit dem Begriff „machen“ – Erschaffen, Herstellen – verwandt. Nimmt man diese ursprüngliche Bedeutung ernst, so bedeutet „Macht“ somit nichts anderes als das im Menschen tief verankerte Bestreben, etwas aufgrund seiner Fähigkeiten und seines Könnens zu erschaffen.

Und Sie, meine Damen, sind Erschafferinnen – Ihres Unternehmens und Ihres Lebens. Sie wollen an der Erschaffung einer unternehmerfreundlichen Gesellschaft mitwirken. Darum sind Sie hier! Sie haben Macht und erheben einen Machtanspruch, egal, ob Sie sich dazu bekennen oder nicht.

Macht heißt auch, eigene Fähigkeiten und Qualitäten in den Dienst der Menschen zu stellen. „Die wahre Macht ist Dienen“, sagt Papst Franziskus. Ja, so sehe ich das auch. Und wer, wenn nicht wir Frauen, sind darin geübt, zu dienen?!

Es würde uns nur allen gut tun, wenn mehr Frauen sich ihrer eigenen Macht bewusst wären und nach der Macht griffen. Denn nach wie vor haben die meisten Frauen eine ambivalente Beziehung zu Macht. Und das ist nicht verwunderlich!

Der Begriff „Macht“ weckt unterschiedliche Assoziationen. Es entstehen Bilder eines regierenden Herrschers oder wir denken an militärische Paraden, die Macht demonstrieren. Macht hat für uns eher ein männliches Gesicht und ist häufig negativ belegt. Die Erfahrungen des Machtmissbrauchs und der Gewalt, Gefühle der Ohnmacht und der Angst können dabei mitschwingen. Wir alle tragen in uns auch Erfahrungen unserer Ahninnen – unserer Mütter, Großmütter und Ur-Ur-Großmütter. Und diese Erfahrungen waren über Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende durch die Entmachtung, Erniedrigung und Entwertung des Weiblichen durch das Männliche geprägt. Dieses Vermächtnis sitzt tief im Unterbewusstsein vieler Frauen, auch im Westen. Aber es geht mir nicht um die Schuld. Es geht um die Macht.

Frauen und Macht. Vieles hat sich in dieser Beziehung gerade in den letzten zwei Jahrzehnten verändert. Frauen sind in der politischen Elite der Industrienationen präsenter wie nie zuvor. Angela Merkel regiert das größte Land Europas und gilt als mächtigste Frau der Welt. Durchbrochen ist die Tradition, dass es eine Frau nur ins höchste Staatsamt schafft, wenn sie Tochter, Witwe oder Mutter eines Monarchen ist. Erst 1980 wurde das erste weibliche Staatsoberhaupt demokratisch gewählt – das ist nur 34 Jahre her! Vigdís Finnbogadóttir schaffte den Durchbruch und regierte sechzehn Jahre Island.

Heute halten in knapp zwanzig Ländern Frauen das Zepter der politischen Macht in ihrer Hand, das sind immerhin 10 Prozent. Auch die Spitze der Wirtschaft wird weiblicher. Laut dem aktuellen Managerinnen-Barometer des DIW Berlin stieg der Anteil von Frauen im Vorstand der größten 200 Unternehmen in Deutschland seit 2006 von 1,2 Prozent auf 4,4 Prozent in 2013. Im Mittelstand hat bei jedem fünften Unternehmen eine Frau das Sagen. Das sind mehr, als es jemals gegeben hat. Und doch: Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung. Diese kann nicht mehr aufgehalten werden! Denn: Unsere Gesellschaft, Politik und Wirtschaft braucht mehr weibliche Qualitäten!

Schauen wir uns nur die Krisensymptome unserer Zeit an: Sie spielen sich auf den vier 'Bühnen' – dem menschlichen Körper und der Psyche, der Frau-Mann-Beziehung, der Wirtschaft und der Umwelt ab.

So sind „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ seit Jahren die Haupttodesursache in Deutschland. Über 40 Prozent der Menschen sterben jährlich daran. Der drastische Anstieg der psychischen Erkrankungen ist ein weiteres Symptom unserer Zeit: Seit dem Jahr 2000 haben sich die Fehltage aufgrund seelischer Leiden fast verdoppelt. Tendenz steigend. Besonders Burn-Out-Symptome wie Erschöpfung und Antriebslosigkeit haben in nur 10 Jahren dramatisch zugenommen – sie sind um das Hundertfache gestiegen! Fast jede zweite neue Frührente sei psychisch verursacht, heißt es.

Die Institution Ehe ist in jeder Hinsicht in der Krise. Fast alle Menschen träumen von der großen Liebe – doch die Scheidungsrate in Deutschland ist so hoch wie nie zuvor. Während sich 90 Prozent aller Deutschen eine erfüllte Partnerschaft als wichtigstes Lebensziel setzen, zerbricht inzwischen jede zweite Ehe. In 60 Prozent der Fälle sind es wir Frauen, die dem Partner den Laufpass geben. In 90 Prozent sind es wir Frauen, die Kinder allein erziehen.

Was hat das Ganze nun mit weiblichen Qualitäten zu tun?
Insofern eine ganze Menge, als dass – beginnend im Mittelalter und spätestens seit der Zeit der Aufklärung – der Vernunft und dem Denken die Krone aufgesetzt wurden. Die Gefühle, die Herzlichkeit und letztendlich die Menschlichkeit wurden dagegen als „Weiberkram“ entwertet und damit auch die Frau dem Mann unterworfen. Dazu nur als Beispiel ein Zitat von Thomas von Aquin, eines einflussreichen Philosophen und Theologen des XIII Jahrhunderts aus seinem Hauptwerk „Summa Theologica“:

“Das Weib (ist) dem Manne von Natur aus unterworfen. Denn im Manne überwiegt von Natur aus die Unterscheidungskraft des Verstandes.“

Aus der Perspektive des Mittelalters war der Aufruf, den Verstand zu nutzen und praktisch zu handeln, sinnvoll. Diesem Aufruf haben wir die Wissenschaft zu verdanken, das Bildungsbürgertum und als Folge den technischen Fortschritt, dessen Früchte wir heute alle genießen. Unser Alltag wurde enorm erleichtert. Die technologischen Entwicklungen haben uns Frauen letztendlich befreit! Schade nur, dass dieser Aufruf damals nur an Männer ging.

Heute merken wir aber, dass es nicht mehr reicht, nur einen klugen Kopf zu haben. Unser Herz und unser Verstand gehören zusammen. Welche Folgen das hat, wenn beide gegeneinander arbeiten, weiß jeder Mensch. Wir sind innerlich zerrissen. Nicht anders ist es in der Wirtschaft und der Gesellschaft.

„Ich bin überzeugt davon, dass unsere Wirtschaft weiblicher werden muss.“ (Nelly Kostadinova, Lingua-World GmbH)

Ich stimme Ihnen voll und ganz zu, liebe Frau Kostadinova!
Dieser Gedanke schleicht sind auch in den Geschäftsetagen großer Konzerne langsam ein. Spätestens seit der Erscheinung des Bestsellers von Daniel Goleman „Emotionale Intelligenz“ im Jahr 1997 sind Emotionen auch in der Geschäftswelt wieder salonfähig. Zumindest liest man gern darüber und denkt über die Emotionen nach. Das Training der „Emotionalen Intelligenz“ ist seit ein paar Jahren ein fester Bestandteil der Weiterbildungsprogramme großer Konzerne. Der Grund dafür ist einfach. Ich zitiere Fredmund Malik (Prof. Malik lehrt an der Universität St. Gallen Unternehmensführung und ist international ausgezeichneter Managementexperte): „Führen heute beinhaltet, in einem rasanten Tempo nicht vorhersagbare Veränderungen zu erkennen und in unternehmerische Überlebens- und Erfolgspotenziale umzuwandeln. Wer unter solchen Rahmenbedingungen führen will, muss dienen können und Vertrauen schaffen: zu Mitarbeitern, Kunden, Kapitalgebern. Er muss Indizien für komplexe wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen "lesen" und verarbeiten. Er muss ständig Wissen aufnehmen und weitergeben. Er muss Nutzen für alle Ansprechgruppen stiften. Das heißt: Strategische Patentrezepte müssen zugunsten ganzheitlichen vernetzten Denkens verlassen und starre Strukturen zugunsten von organisatorischem Lernen aufgegeben werden.“

Herr Malik sagt im Grunde folgendes: In der Komplexität und Geschwindigkeit unserer Zeit ist niemand mehr in der Lage ALLEIN und NUR MIT DEM VERSTAND das Geschehen zu überblicken und zu kontrollieren. Neben dem Verstand sind unsere Emotionen, unser Gespür und alle unsere Sinne gefordert. Man muss in der Lage sein, Menschen für sich zu gewinnen durch Aufbau von Vertrauen und eine klare Kommunikation. Dies geht nur, wenn man Menschen liebt, die man führt. Und in der Lage ist, nicht nur eigenes Interesse, sondern auch Interessen der anderen im Sinne des Ganzen stets im Fokus zu haben. Somit sind sowohl weibliche als auch männliche Qualitäten notwendig. Wobei sowohl Männer als auch Frauen beides haben. Nur die weiblichen Qualitäten – auch bei Frauen – sind gewollt oder ungewollt lange unterdrückt worden.

Somit sind wir aufgefordert, dem Weiblichen in uns und in unserem Leben wieder Raum zu geben. Herr Malik wünscht sich, dass wir der Aktivität im Außen sowie dem Denken wieder einen Gegenpol bieten, indem wir nach innen gehen und dem Fühlen, der Intuition, dem Horchen auf die Stimme unseres Herzens und dem Vertrauen zum Leben selbst wieder Gewicht geben.

Besonders wir Frauen, die die weibliche Seite des Lebens verkörpern, erinnern uns, dass Weiblichkeit keine schwächere Kraft ist als das Männliche. Die wahre Stärke liegt in der Verbindung und der gegenseitigen Unterstützung des Weiblichen und des Männlichen in uns und in den Beziehungen jeglicher Art.

Der Wandel und die Genesung der Gesellschaft gehen von erwachten Frauen aus, die mutig ihrem Herzenswunsch folgen. Solchen Frauen wie Sie, meine Damen!

„In Frauen steckt ein sehr großes Potenzial, wenn sie denn wollen.“ (Meike Ossenbrügge, Fleischerfachgeschäft Ossenbrügge)

Liebe Frau Ossenbrügge, ich kann nur sagen – JA!
Helfen Sie mit, dieses Potenzial zu wecken! Erzählen Sie Ihre Geschichten. Erzählen Sie sie aber bitte vollständig: Nicht nur, wo Sie sich durchgesetzt haben, sondern auch, wo Sie nachgegeben haben. Nicht nur, wo Sie gehandelt haben, sondern auch wo Sie im Vertrauen auf Ihr Gefühl abgewartet haben. Denn dadurch würdigen Sie das Weibliche und sich selbst.

Und meine Herren, wir brauchen Männer, die uns mit ihrer ganzen Kraft und ihrer selbstbewussten Männlichkeit unterstützen – und die so mutig sind, überholte Überzeugungen, hohle Dogmen und Bequemlichkeiten aufzugeben. Die ihr Ego zügeln, einen Schritt zurücktreten und den Frauen die erste Reihe überlassen und mit stiller Präsenz und Tatkraft hinter uns stehen. Die alte Mauern einreißen und einen schützenden Rahmen bilden, in dem das Neue gedeihen kann. Die Verantwortung übernehmen.

Meine Rede möchte ich mit zwei Zitaten abschließen:
„... Ruhet nicht aus auf dem Erreichten, sondern wagt mutig den neuen Anfang ...“ (Britta Spiekermann, Hotel Antoniushütte) und
„…Gemeinsam sind wir stark!“ (Heike Ebser, Hermann Ebser Werkzeugbau)

© Copyright 2014 by Dr. Margarita Tchouvakhina

Kontakt:

Dr. Margarita Tchouvakhina
Abteilungsdirektorin
Volkswirtschaftliche Abteilung
KfW Bankengruppe
Palmengartenstr. 5-9
60325 Frankfurt
Tel.: 069 7431-8953
Fax: 069 7431-3503
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